Sexsucht - online ausleben

Sexgier – die ewige Suche nach Opfern

Mitunter kann fremdgehen oder ein Ausrutscher von einem Seitensprung ja ganz interessant und erotisch sein. Im Grunde ganz normal, vor allem, wenn es in der Partnerschaft nicht mehr läuft. Dabei kann ein One-Night-Stand zustandekommen, manchmal aber auch mehr. Es ist immer von den Möglichkeiten und der Situation abhängig. Viele Männer suchen auf einschlägigen Dating-Plattformen via Flirt Chat ein erotisches Abenteuer. In der Firma, am PC oder auf dem Smartphone sind sehr viele Frauen, aber auch Männer mit Foto vertreten. Ein kleiner Kontakt und schon steht dem sexuellen Verlangen nichts mehr im Wege. Nach ein paar Stunden oder kürzer hat sich dann alles erledigt und jeder geht seiner Wege, als wäre nichts passiert. So läuft es normal ab, nicht aber wenn bei dem Mann oder der Frau Sexgier im Spiel ist. Hier kann man von gutem Sex in der Vollendung nicht mehr sprechen.

Wie bezeichnet man die Sexgier?

Bei der Frau nennt man eine gewisse Sexgier Nymphomanie, was vom Griechischen abstammt von Nymphen und ein gesteigertes Verlangen nach Geschlechtsverkehr bezeichnet. Bei den Männern bezeichnet man die Sexsucht als „Satyriasis“. Angelehnt ist der Begriff an Satyr aus der griechischen Mythologie. Ein Mischwesen aus Esel oder Pferd und Mensch, welches immer mit steil erigiertem Penis dargestellt wird. Eine andere Bezeichnung für Sexgier bei Männern nennt sich „Donjuanismus“, benannt nach der Romanfigur Don Juan.

Was bewirkt die Sexgier bei Männern?

Insbesondere vernachlässigen sexsüchtige Männer ihre Familie, Freunde, Beruf und Beziehung. Der Drang nach sexueller Befriedigung und immer neuen „Kicks“ ist so stark, dass er immer mehr außer Kontrolle gerät und dadurch sämtliche Energie und Zeit der Betroffenen in Anspruch nimmt. Dass es sogar schon bei jungen Männern so weit kommen kann, liegt daran, dass die Pornografie für jeden eben so leicht und kostenlos zur Verfügung, steht wie Obst und Gemüse. Schätzungen zufolge leiden Männer drei bis viermal häufiger an einem Sexverlangen als Frauen. Von den Deutschen sind insgesamt ungefähr zwischen einem und sechs Prozent von Satyriasis und Nymphomanie betroffen. Wer allerdings gerne einmal fremd geht, um seinen Sextrieb abzureagieren, ist damit noch lange nicht sexgierig. Kritisch bis krankhaft gestaltet sich die Lage erst, wenn die Sexlust eine Form von Zwangsgedanken annimmt, welche sich über den ganzen Tag verbreitet und das Bewusstsein beherrscht, sodass andere wichtige Verpflichtungen in den Hintergrund rücken.

Wenn die Sexgedanken das Leben beherrschen

Bei einer Sexgier leidet die Partnerschaft und auch das Jobleben unter dieser Abhängigkeit und der Sex wird benutzt, um negative Gefühle wie Demütigungen oder Enttäuschungen zu kompensieren. Schlimmer gestaltet sich die Lage, wenn es sich hierbei um eine Behandlungsbedürftige „Sucht“ nach Sex handelt und wenn durch diesen übersteigerten Trieb auch weitere Personen in Mitleidenschaft gezogen werden. Ebenso wie Arbeits-, Spielsucht und Kauflust zählt die Sexgier zu den von Stoffen von unabhängigen Süchten. Trotz allem kommt es genau wie bei der Abhängigkeit von einer Substanz oder Medikament zu einem Gewöhnungseffekt und dadurch zu einer Steigerung der Dosis. Mit der Zeit verspüren sexsüchtige Frauen und Männer nach einem Sexdates immer weniger Befriedigung. Kommt es zum Beispiel krankheitsbedingt zu einem Sexverlust erleiden die Betroffenen Entzugserscheinungen. In ihrem Leben erreichen Sexsüchtige niemals den erhofften Gefühlsgipfel. Eher erreichen sie auf Dauer genau das Gegenteil – ein Abstumpfen gegenüber sexueller Gefühle. Hierbei rückt die echte Befriedigung in weite Ferne und der Betroffene verliert immer mehr die Kontrolle über das eigene Verhalten. Inserate wie: „Suche Nymphomanin“ sind keine Seltenheit, weil normale Frauen oder auch Männer da nicht mehr mithalten können.